Mit Tieren sprechen, .... ja sicher

Tiere sprechen nicht mit Worten – und trotzdem erzählen sie uns unglaublich viel.
Wer mit einem Tier zusammenlebt, kennt wahrscheinlich diese Momente: Man schaut sich an und weiß einfach, was der andere möchte. Man spürt, dass etwas anders ist, obwohl äußerlich noch gar nichts darauf hindeutet. Oder man denkt plötzlich an sein Tier und genau in diesem Moment steht es neben einem.
Zufall? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.
Für mich beginnt genau hier Tierkommunikation.
Dabei geht es nicht darum, dass ein Tier plötzlich in ganzen Sätzen mit uns spricht. Informationen können auf ganz unterschiedliche Weise wahrgenommen werden: als Bild, Gedanke, Gefühl, Körperempfindung oder manchmal einfach als plötzliches Wissen.
Das Spannende daran ist, dass wir diese Wahrnehmung eigentlich alle kennen. Wir haben nur irgendwann gelernt, ihr nicht mehr zu vertrauen.
„Das bilde ich mir doch nur ein.“
Diesen Satz höre ich in meinen Tierkommunikationsseminaren immer wieder. Und genau dieser Zweifel ist oft die größte Hürde. Kaum taucht ein Bild oder ein Gedanke auf, beginnt unser Kopf schon, alles zu zerlegen und nach einer logischen Erklärung zu suchen.
Tierkommunikation bedeutet deshalb auch, wieder genauer hinzuhören und der eigenen Wahrnehmung eine Chance zu geben.
Dabei ist mir eines besonders wichtig: Tierkommunikation ist für mich kein Hokuspokus und macht niemanden allwissend. Nicht jede Wahrnehmung ist eindeutig und nicht jede Antwort kommt so, wie wir sie gerne hätten. Manchmal kommt auch gar nichts. Auch das gehört dazu.
Und dann gibt es diese besonderen Momente.
Eine Information kommt, mit der man selbst überhaupt nichts anfangen kann – und der Tierhalter schaut einen völlig verblüfft an und sagt: „Das kannst du nicht wissen.“
Auch nach vielen Jahren berühren mich solche Erlebnisse immer noch.
Pino, mein kleiner schwarzer Kater, hat mir dabei besonders viel beigebracht. Über Tierkommunikation, aber noch viel mehr über Vertrauen, Wahrnehmung und darüber, dass Tiere uns manchmal auf eine wunderbar einfache Art zeigen, was wir Menschen unnötig kompliziert machen.
Vielleicht müssen wir also gar nicht lernen, mit Tieren zu sprechen.
Vielleicht dürfen wir zuerst wieder lernen, ihnen wirklich zuzuhören.



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